Angst und Schrecken in der Ukraine: Tödliche Angriffe von Drohnen und Artillerie

VonLukas Richter

12. Oktober 2023
Russischer Kh-101 Marschflugkörper, abgestürzt in Vinnytsia Oblast / Archivbild/ by Air Force Command of Ukrainian Armed Forces is licensed under CC BY 4.0.Russischer Kh-101 Marschflugkörper, abgestürzt in Vinnytsia Oblast / Archivbild/ by Air Force Command of Ukrainian Armed Forces is licensed under CC BY 4.0.

Die Warnungen vor den russischen Shahed-Drohnen, die in einem Kamikaze-Stil mit Sprengladungen auf ihre Ziele zusteuern, haben in der vergangenen Nacht zahlreiche Regionen in der Ukraine in Angst und Schrecken versetzt. Berichten der ukrainischen Luftwaffe zufolge gab es Explosionen in den Gebieten Charkiw im Osten sowie Odessa und Cherson im Süden des Landes. Informationen über mögliche Schäden sind derzeit noch spärlich.

Im Gegenzug meldete die russische Seite drei Todesopfer nach einem mutmaßlichen Angriff durch ukrainische Drohnen in der Grenzregion Belgorod. Nach Angaben von Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow bargen Rettungskräfte die Leichen einer Frau, eines Mannes und eines kleinen Kindes aus den Trümmern eines Hauses. Diese Informationen sind jedoch vorerst nicht verifizierbar.

In der Hauptstadt Cherson, die im November 2022 von ukrainischen Truppen zurückerobert wurde, kam es am Mittwochabend zu wiederholten Einschlägen von russischer Artillerie, wie die Behörden berichteten. Dabei wurden mehrere Hochhäuser beschädigt. Cherson liegt direkt am Fluss Dnipro, dessen Südufer von russischen Truppen besetzt ist.

Früher am Tag wurde die Stadt Nikopol in der Region Dnipropetrowsk von russischem Beschuss getroffen. Rettungsteams bargen bis zum Abend vier Tote aus den Trümmern einer Schule, wie der ukrainische Innenminister Ihor Klymenko mitteilte.

Advertisement