„Dieser Konflikt kann nur nuklear sein“: Russischer Oberst warnt vor Eskalation

VonLukas Richter

12. November 2023
NATO-Kriegsschiffe bei einem Manöver in der Ostsee / Archivbild / "Thirty maritime unit ships from 12 nations maneuver in close formation for a photo exercise" by Official U.S. Navy Imagery is licensed under CC BY 2.0. https://creativecommons.org/licenses/NATO-Kriegsschiffe bei einem Manöver in der Ostsee / Archivbild / "Thirty maritime unit ships from 12 nations maneuver in close formation for a photo exercise" by Official U.S. Navy Imagery is licensed under CC BY 2.0. https://creativecommons.org/licenses/

Nukleares Säbelrasseln gehört seit Beginn des Kriegs gegen die Ukraine zum Standardrepertoire russischer Propagandisten. Im russischen Staatsfernsehen hat ein pensionierter russischer Militäroffizier kürzlich einen weiteren Weg skizziert, wie sein Land in einen nuklearen Konflikt mit der NATO verwickelt werden könnte, so newsweek.com.

Am Samstag hatte Anton Heraschtschenko, Berater des ukrainischen Innenministers, ein Video auf „X“ gepostet, das den pensionierten russischen Oberst Mikhail Khodaryonok in einer Sendung des TV-Senders Rossija-1 zeigt. In diesem Clip kommentierte Khodaryonok, ein ehemaliger russischer Luftverteidigungskommandeur und jetzt Moderator des russischen Staatsfernsehens, die Spannungen mit den Nationen an der Ostsee.

Dabei warnte er vor allem Schweden, das der NATO beitreten möchte, vor „antagonistischem Verhalten“ gegenüber Russland. Er legte nahe, dass die Spannungen in der Region zu einem nuklearen Konflikt mit anderen NATO-Mitgliedern in der Region führen könnten.

„Dennoch würde dies tatsächlich zu einem Konflikt zwischen der Russischen Föderation und der NATO führen“, so Khodaryonok, übersetzt von Heraschtschenko. „Und dieser Konflikt kann nur nuklear sein. Deshalb können die Bewohner von Stockholm und Tallinn [der Hauptstadt Estlands] gefragt werden: ‚Brauchen Sie das? Brauchen Sie das? Können Sie sich überhaupt eine Unterwasser-Nuklearexplosion vorstellen, die Ihre Stadt mit einer Welle wegfegt? Können Sie sich vorstellen, dass die gesamte Ostsee mit unseren Minen beladen werden könnte?… Wir könnten so viele Minen abwerfen, dass es Sie zehn Jahre kosten würde, sie zu entschärfen, wenn Sie noch die Kapazität und die Mittel dazu hätten.“

Schweden, jahrelang neutral, möchte der Allianz seit Anfang dieses Jahres beitreten. Doch dies wurde durch eine Blockade der Türkei aufgehalten. Im Juli gab der türkische Präsident Erdoğan seinen Widerstand gegen den NATO-Beitritt Schwedens auf. Laut NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg soll Schweden noch im November in das Bündnis aufgenommen werden.

Advertisement