<p class="attribution">"<a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.flickr.com/photos/55915190@N00/2302651444">Paper Weaving</a>" by <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.flickr.com/photos/55915190@N00">FeatheredTar</a> is licensed under <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/?ref=openverse">CC BY 2.0 <img src="https://mirrors.creativecommons.org/presskit/icons/cc.svg" style="height: 1em; margin-right: 0.125em; display: inline;"></img><img src="https://mirrors.creativecommons.org/presskit/icons/by.svg" style="height: 1em; margin-right: 0.125em; display: inline;"></img></a>. </p>

Russland plant, die Republik Moldau stärker an sich zu binden und von ihrem prowestlichen Kurs abzubringen. Ein Strategiepapier der Präsidialverwaltung, über das WDR, NDR und die „Süddeutsche Zeitung“ in Zusammenarbeit mit internationalen Medien berichten, zeigt konkrete Pläne auf. Moskau wolle das Land zwischen der Ukraine und Rumänien als „prorussisch orientierten Puffer“ nutzen. Bis 2030 solle in Politik und Gesellschaft des Landes eine „negative Einstellung gegenüber der Nato“ geschaffen werden.

Die politischen Berater in der Präsidialverwaltung seien für die Pläne verantwortlich. Die entsprechende Abteilung für „grenzüberschreitende Zusammenarbeit“ sei bereits vor fünf Jahren gegründet worden. Dort entwickle man Strategien für die ehemaligen Sowjetrepubliken im Westen Russlands. Militärs und Geheimdienste seien ebenfalls eingebunden, so das Redaktionsnetzwerk Deutschland.

In den kommenden zehn Jahren wolle Russland vor allem „den Versuchen externer Akteure“ entgegenwirken, „sich in die internen Angelegenheiten der Republik einzumischen“. Damit dürfte der Einfluss der Nato gemeint sein. Russland werde auch Unterstützung leisten, sollte Moldau von Russland dominierten Vereinigungen beitreten wollen. Das Strategiepapier nennt neben der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) auch die Eurasische Wirtschaftsunion (EAEU). In Eliten aus Politik und Wirtschaft solle eine „prorussische Stimmung“ verbreitet werden.

Darüber hinaus habe Russland vor, seine Präsenz in der Gesellschaft Moldaus auszubauen, insbesondere im Bildungssektor. Mehr „Fernunterricht in russischer Sprache“ solle angeboten werden. Außerdem wolle Ableger russischer Universitäten in Moldau gründen. Auch plane man eine „breite Präsenz russischer Medien“ zu errichten.

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