New York (dpa) – Stars wie Rihanna, Jennifer Lopez und Nicole Kidman haben im New Yorker Metropolitan Museum den deutschen Star-Designer Karl Lagerfeld posthum gefeiert. Rund fünf Stunden lang schritten sie gemeinsam mit dutzenden weiteren Stars am Montagabend (Ortszeit) über einen beige-rot-blauen Teppich, der über der Eingangstreppe des berühmten Museums am Central Park in Manhattan ausgelegt worden war.

Zum Dresscode gehörte von Lagerfeld entworfene oder an ihn erinnernde Mode. Mit dem Spektakel wurde die Ausstellung «Karl Lagerfeld: A Line of Beauty» über das Werk des Designers im Metropolitan Museum eröffnet.

Imposante Outfits bei den Gästen

«Ich habe Karl so sehr geliebt, und es ist wunderbar zu sehen, dass so viele Menschen gekommen sind, um ihm die Ehre zu erweisen, die er verdient hat», sagte die oberste Gastgeberin der Benefiz-Gala, Vogue-Chefin Anna Wintour, die als erste die Stufen hochschritt. Die schwangere Rihanna – in ausladender weißer Robe mit Schleppe – und ihr Partner, der Rapper A$AP Rocky, waren rund fünf Stunden später die letzten ankommenden Gäste.

Dazwischen zeigten sich unter anderem auch Paris Hilton, Kim Kardashian, Kylie Jenner, Kendall Jenner, Roger Federer, Penélope Cruz, Dua Lipa, Bad Bunny, Cardi B, Glenn Close, Sofia Coppola, Billie Eilish, Anne Hathaway, Kate Moss, Sienna Miller sowie Brooklyn und Nicola Peltz Beckham.

Die starbesetzte Veranstaltung findet traditionell am ersten Montag im Mai statt. Der oft als «Party des Jahres» bezeichnete «Met Ball» ist eine alljährliche Spendenveranstaltung für das Kostüm-Institut des Metropolitan Museums. Die auf mehrere Millionen Dollar geschätzten Einnahmen des «Costume Institute Benefit» bilden das Jahresbudget des Instituts, das inzwischen nach Wintour benannt ist.

Promis schwärmen von Lagerfeld

«Karl hat mich immer zum Lachen gebracht, er war so lustig», sagte Schauspielerin Kidman, die mit Ehemann Keith Urban und in einem rosafarbenen Kleid erschien, das Lagerfeld einst für sie entworfen hatte. «Ich kannte ihn gut und habe eine große, große Liebe für Karl.» Auch Model Naomi Campbell, die bereits zum 16. Mal bei einer Met-Gala zu Gast war, schwärmte von Lagerfeld.

«Ich habe Karl geliebt, er war immer so fokussiert auf jede individuelle Person.» Lagerfeld sei ein «wunderbarer Mann» gewesen, sagte Model-Kollegin Gisele Bündchen, die nach der Trennung von Ex-Football-Profi alleine in einem weißen Feder-Outfit zur Gala kam. «Ich bin glücklich, hier zu sein und ihn zu ehren.»

Lagerfeld sei eine «Maschine der Kreativität, der Energie und des Humors» gewesen, sagte US-Designer Michael Kors. Auch Designer-Kollegen wie Marc Jacobs und Tommy Hilfiger würdigten Lagerfeld. «Man ist mit Karl nicht irgendwohin gegangen, man hat seine Welt betreten», sagte Designer Thom Browne. «Und ab dann stand die Zeit still.» Der deutsche Designer sei schlicht eine «Ikone» gewesen, sagte Sängerin Lopez. «Es fühlt sich fast ein bisschen überwältigend an, hier zu sein», sagte die französische Sängerin Carla Bruni. «Ich kann seinen Geist hier spüren.»

Auch Katze Choupette wird Tribut gezollt

Aber nicht nur Lagerfeld selbst wurde gefeiert, sondern auch seine Katze Choupette. Die erschien zwar nicht selbst, dafür aber zahlreiche Gäste mit Handtaschen und ähnlichem in Form von Katzen. Die Musikerin Doja Cat kam sogar komplett in silber-glitzerndem Katzen-Outfit. «Das ist meine erste Met-Gala und es läuft nicht schlecht, ich bin entspannt und fühle mich gut.» Der Schauspieler Jared Leto erschien im Ganzkörper-Fell-Choupette-Kostüm.

Gleich zweimal gab es zudem Baby-Überraschungen: Model Karlie Kloss zeigte sich schwanger mit Ehemann Joshua Kushner und bestätigte, dass das Paar sein zweites Kind erwartet. Und auch Ex-Tennis-Profi Serena Williams posierte mit Ehemann Alexis Ohanian – und Babybauch. «Wir sind zu dritt hier, unser Neuzugang», sagte Williams. «Es geht mir gut. Ich kann atmen und aufhören, mich zu verstecken.» Das Paar hat bereits eine gemeinsame Tochter. «Jeder hier ist aufgeregt», sagte Schauspielerin Olivia Wilde. «Niemand ist so eingebildet, dass er hier nicht aufgeregt ist – aber drinnen tanzen die Leute dann.»

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