Nasa empfängt wieder lesbare Daten von «Voyager 1»

VonJudith Eichhorn

24. April 2024
Eine künstlerische Darstellung der Raumsonde Voyager 1 der NASA auf ihrer Reise durch den interstellaren Raum bzw. den Raum zwischen den Sternen. Foto: JPL-Caltech/NASA/dpaEine künstlerische Darstellung der Raumsonde Voyager 1 der NASA auf ihrer Reise durch den interstellaren Raum bzw. den Raum zwischen den Sternen. Foto: JPL-Caltech/NASA/dpa

Washington (dpa) – Nach Monaten an gestörter Kommunikation hat «Voyager 1» – die am weitesten von der Erde entfernte Raumsonde überhaupt – wieder brauchbare Informationen zur Erde geschickt.

«Zum ersten Mal seit November liefert die Nasa-Raumsonde „Voyager 1“ verwertbare Daten über den Zustand und den Status ihrer technischen Systeme an Bord», teilte das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Es werde daran gearbeitet, dass die Sonde auch wieder wissenschaftliche Daten sende. 

«Voyager 1» 24 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt

«Voyager 1» hatte Mitte November vergangenen Jahres aufgehört, wie gewünscht zu funktionieren. Zwar habe es weiterhin ein Radiosignal gegeben, das habe aber keine nutzbaren Daten enthalten, schrieb die Nasa. Mit einem komplizierten Verfahren sorgten Fachleute nun dafür, dass die Sonde trotz eines defekten Chips wieder Informationen sendete. «Voyager 1» ist inzwischen schon 24 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt, Signale brauchen mehr als 22 Stunden, bis sie ankommen. 

«Voyager 1» (auf Deutsch etwa: Reisender) war am 5. September 1977 gestartet, «Voyager 2» bereits am 20. August 1977. Beide Sonden sind unbemannt. Die Sonden sollten Planeten des äußeren Sonnensystems erkunden, flogen schließlich aber sogar über die Grenze des Sonnensystems hinaus.

Vorübergehende Kommunikationsprobleme mit den Sonden gab es schon häufiger. Erst im vergangenen Sommer stellte die Nasa den vorübergehend verlorenen Kontakt zur Raumsonde «Voyager 2» wieder her, nachdem diese ihre Antenne versehentlich zeitweise von der Erde weg orientiert hatte.

Quellen: Mit Material der dpa.

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