"Dmitry Muratov Four Freedoms Award 2010" by Lymantria is licensed under CC BY-SA 3.0."Dmitry Muratov Four Freedoms Award 2010" by Lymantria is licensed under CC BY-SA 3.0.

Die Sorge um eine Eskalation des Konflikts zwischen Russland und dem Westen wächst. In einem Interview mit der BBC sorgt sich Dmitry Muratov, Chefredakteur der Zeitung „Novaya Gazeta“ und Friedensnobelpreisträger, wie weit der Kreml in der Konfrontation mit dem Westen gehen werde. Seit der Invasion der Ukraine im Februar 2022 sei das nukleare Säbelrasseln Moskaus laut und häufig geworden.

Putin hatte kürzlich Pläne angekündigt, taktische Nuklearwaffen in Belarus zu stationieren. Einer seiner engsten Berater, Nikolai Patrushev, hatte zudem gewarnt, dass Russland über eine „moderne einzigartige Waffe“ verfüge, die jeden Feind, einschließlich der USA, zerstören könne.

Laut Muratov bereitet die staatliche Propaganda in Russland die Menschen darauf vor, einen Atomkrieg als etwas Gutes zu akzeptieren. Auf russischen staatlichen TV-Kanälen würden der Nuklearkrieg und Nuklearwaffen „wie Tierfutter“ beworben.

Muratov sieht jedoch Hoffnung in der jungen Generation Russlands, die bereits gegen die herrschende Politik auf die Straße gehe. „Die einzige Hoffnung, die ich habe, liegt bei der jungen Generation; jenen Menschen, die die Welt als Freund sehen, nicht als Feind, und die möchten, dass Russland geliebt wird und Russland die Welt liebt,“ sagte er der BBC.

Bild: „Dmitry Muratov Four Freedoms Award 2010“ by Lymantria is licensed under CC BY-SA 3.0. (cropped, edited)

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