"Lukashenko-Putin meeting (2022-09-26) 02" by Presidential Executive Office of Russia is licensed under CC BY 4.0.Russlands Präsident Wladimir Putin und der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko haben sich laut Angaben des Kremls heute getroffen. Während des Treffens informierte Lukaschenko Putin darüber, dass die Söldner der Söldner-Armee "Wagner" die belarussischen Behörden „belasten“. Dies wurde von einem Telegram-Kanal namens "Pul Pervogo", der der Pressesprecher Lukaschenkos nahesteht, berichtet. Demnach haben die "Wagner"-Söldner offenbar den Wunsch, in Richtung Westen vorzurücken. In Bezug auf die Aktivitäten der Söldner sagte Lukaschenko: "Warum wollt ihr in den Westen? Geht doch auf einen Ausflug nach Warschau oder Żywiec." Beide Städte liegen in Polen. / Archivbild / "Lukashenko-Putin meeting (2022-09-26) 02" by Presidential Executive Office of Russia is licensed under CC BY 4.0.

Russlands Ankündigung, Atomwaffen in Belarus zu stationieren, sorgt international für Kritik und Besorgnis. Das Auswärtige Amt spricht von „nuklearer Einschüchterung“, während ICAN die Eskalation als äußerst gefährlich verurteilt.

Das Auswärtige Amt in Berlin hat auf die Ankündigung von Russlands Präsident Putin reagiert, Atomwaffen im Nachbarland Belarus zu stationieren. Laut Tagesschau.de nannte das Amt den Schritt eine „nukleare Einschüchterung“ und betonte, dass Belarus sich international dazu verpflichtet habe, frei von Nuklearwaffen zu bleiben. Das Pentagon sieht keine Hinweise darauf, dass Russland einen Einsatz der Waffen vorbereite.

Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) bezeichnete auf Twitter die Stationierung von Atomwaffen in Belarus als „extrem gefährliche Eskalation“, welche die Wahrscheinlichkeit eines Einsatzes von Atomwaffen erhöhe. Insbesondere im Kontext des Krieges in der Ukraine sei die Wahrscheinlichkeit von Fehlkalkulationen oder Fehlinterpretationen sehr hoch. Das Teilen von Atomwaffen verschärfe die Situation erheblich.

Putin nannte im russischen Staatsfernsehen den 1. Juli als Datum für die Stationierung von Atomwaffen in Belarus. Der dortige Machthaber Lukaschenko habe bereits in der Vergangenheit darum gebeten, so Putin.

Die USA sehen derzeit keinen Handlungsbedarf und bleiben der kollektiven Verteidigung der NATO verpflichtet, wie eine Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats laut Tagesschau.de betonte. Das US-Verteidigungsministerium beobachtet die Situation.

Bild: „Lukashenko-Putin meeting (2022-09-26) 02“ by Presidential Executive Office of Russia is licensed under CC BY 4.0.

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