Im östlichen Gebiet Donezk kämpfen die ukrainischen Streitkräfte und die russische Privatarmee Wagner um die Kontrolle über die strategisch wichtige Stadt Bachmut. Wie ZDFheute berichtet, hat Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin das Verteidigungsministerium in Moskau um Verstärkung gebeten. Er warnte vor negativen Konsequenzen für den militärischen Sondereinsatz, falls die Wagner-Truppen von den ukrainischen Streitkräften abgeschnitten werden sollten.

Nach Prigoschins Angaben kontrollieren die Wagner-Einheiten rund 70 Prozent von Bachmut und setzen ihre Angriffe fort. Er legte demnach Informationen zur Aufstellung der ukrainischen Streitkräfte bei, die nicht veröffentlicht wurden. Die Wagner-Truppen sind die einzigen russischen Einheiten, die in Bachmut kämpfen. Die russische Armee ist an anderen Frontabschnitten im Gebiet Donezk aktiv.

Die Ukraine zeigt sich trotz der schweren Kämpfe in Bachmut zuversichtlich, die Stadt verteidigen zu können. Wie die stellvertretende Verteidigungsministerin Hanna Maljar in Kiew erklärte, haben die Streitkräfte schon seit zwei Monaten den schwersten Attacken des Feindes standgehalten. Die Generäle und Offiziere hätten es nicht nur geschafft, Bachmut zu verteidigen, sondern ihre Reserven seien auch noch nicht ausgeschöpft.

Bachmut ist bereits seit dem Spätsommer umkämpft und seit zwei Monaten haben sich die Kämpfe zur blutigsten Schlacht des seit mehr als einem Jahr dauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine entwickelt.

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