Photo by Jonas Augustin / UnsplashPräsident Selenskyj hat Russland einen gezielten Angriff auf Rettungskräfte vorgeworfen: «Es war eine bewusste Entscheidung der Terroristen, möglichst viel Schmerz und Schaden anzurichten». // Symbolbild / Photo by Jonas Augustin / Unsplash

Sonntag ist „Tatort“-Zeit. Das Top-Krimiformat in der ARD nimmt sich gerne aktueller Themen an, und diesmal ist das Setting an die Ereignisse rund um die Räumung von Lützerath angelehnt. Die Pressestimmen fallen gemischt aus.

Der gestrige „Tatort“ mit dem Titel „Abbruchkante“ handelte von einem Dorf namens Alt-Bützenich, das dem Braunkohle-Tagebau weichen musste. Die meisten Bewohner leben nun in der neuen Siedlung Neu-Bützenich. Der Arzt des Dorfes, Dr. Franzen, wird ermordet aufgefunden. Die Kommissare Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Bär) versuchen, den Täter zu finden und stoßen dabei auf eine völlig zerstrittene Dorfgemeinschaft.

Laut spiegel.de versucht Regisseur Torsten C. Fischer in dieser Folge erneut ein kleines Kunststück zu wiederholen, das er bereits im Kölner „Tatort“ über abgehalfterte Schauspieler gezeigt hat. Allerdings „greifen Bild und Dialog nicht recht ineinander“, und die Abläufe werden wieder und wieder nacherzählt, ohne dass sich daraus überraschende Wendungen ergeben.

Die südwest presse swp.de kritisiert, dass die „lahme Story“ um den ermordeten Arzt eine geradezu einschläfernde Langeweile verbreitet und für einen misslungenen Sonntagskrimi sorgt. Der einzige Lichtblick sei das schauspielerische Können von Peter Franke. SWP gibt dem „Tatort“ lediglich eine von vier Pistolen.

Laut stern.de vermittelt diese „Tatort“-Folge ein eindrucksvolles Bild von den menschlichen Folgen der Energiepolitik und zeigt in harten Gegenschnitten das verlassene und düstere Alt-Bützenich im Kontrast zu den strahlend weißen Häusern von Neu-Bützenich. Stern.de betont, dass diese Folge die menschlichen Folgen des Braunkohle-Tagebaus aufzeigt und somit einen wichtigen Beitrag zur Diskussion um die ökologische Dimension der Energiepolitik leistet.

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