Solar panels on a roof. Original public domain image from Wikimedia Commons

Stromnetze in Städten und Gemeinden sind aufgrund des Booms von Elektroautos, Wärmepumpen und privaten Solaranlagen überlastet und drohen, zum Nadelöhr für die Energiewende in Deutschland zu werden. Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) plant die Bundesnetzagentur daher, die Stromversorgung von Wärmepumpen und Ladestationen zeitweise zu rationieren, um Überlastungen der Verteilnetze zu vermeiden.

Die Netzbetreiber sollen ab 2024 die Möglichkeit erhalten, „steuernd einzugreifen, um den sicheren Netzbetrieb aufrechterhalten zu können“. Elektroautobesitzern soll jedoch bei Engpässen der Strom nicht abgedreht werden. Auch sollen Nutzer elektrischer Heizsysteme bei einer Rationierung nicht frieren müssen.

Die Energiewirtschaft warnt davor, dass Überlastungsprobleme und lokale Stromausfälle im Verteilnetz zu befürchten sind, wenn nicht gehandelt wird. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Oliver Wyman müssten zwischen 100 und 135 Milliarden Euro in den kommenden 15 Jahren investiert werden, um die Verteilnetze zu wappnen. Dies berichtet businessinder.de in Berufung auf die FAZ.

Um von dieser Entwicklung nicht betroffen zu sein, empfiehlt Gordon Görrissen, Experte für Erneuerbare Energie, dass Hausbesitzer möglichst autark von Netzbetreibern zu werden. Hierbei können Solaranlagen auf dem Dach eine wichtige Rolle spielen, da sie es ermöglichen, den Großteil des Strombedarfs selbst zu decken und sogar Überschüsse ins Netz einzuspeisen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Batteriespeicher zu installieren, um den selbst produzierten Strom zwischenspeichern zu können.

Mit Material von ots.de

Bild: „Solar panels on a roof“ is marked with CC0 1.0.

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