Zum zweiten Mal in kurzer Zeit hat es nahe der Ukraine im russischen Grenzgebiet eine Explosion gegeben, die zu einem entgleisten Güterzug geführt hat. Die russische Eisenbahn RZD gab bekannt, dass in der Region Brjansk eine Lokomotive und rund 20 Waggons von den Schienen abgekommen sind, angeblich aufgrund illegaler Eingriffe in den Eisenbahnverkehr. Bereits am Montag ereignete sich in derselben Region ein ähnlicher Vorfall, als Unbekannte die Schienen sprengten. Der Gouverneur von Brjansk spricht von einem unbekannten Sprengkörper, der explodiert sei. Es gibt keine Berichte über Verletzte. Die Hintergründe der mutmaßlichen Sabotage sind noch unklar.

Am gestrigen Abend gab es auch Berichte über einen Drohnenangriff in der Region Belgorod, die ebenfalls an die Ukraine grenzt. Laut Berichten wurde eine Drohne nahe einer im Bau befindlichen Verteidigungsanlage gesichtet, die einen Sprengsatz abwarf und einen Mann verletzte. Diese Berichte wurden noch nicht offiziell bestätigt.

In den letzten Wochen hat es vermehrt Anschläge auf russische Infrastruktur und Versorgungswege durch unbekannte Täter gegeben. Diese Angriffe könnten eine Vorbereitung auf die erwartete ukrainische Gegenoffensive sein, da Russland seit mehr als 14 Monaten einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt.

(mit Material von dpa, Foto: Rauch und Flammen steigen aus einem brennenden Treibstofftank in Sewastopol auf der von Russland seit 2014 annektierten Halbinsel Krim auf. Foto: Uncredited/Sevastopol mayor Mikhail Razvozhaev telegram channel/AP/dpa)

Advertisement