"Donald Trump" by Gage Skidmore is licensed under CC BY-SA 2.0."Donald Trump" by Gage Skidmore is licensed under CC BY-SA 2.0.

Nach einem verlorenen Zivilprozess kündigte der ehemalige US-Präsident Donald Trump gestern Abend (Ortszeit) an, gegen seine Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs Berufung einzulegen. Eine Geschworenenjury in New York hatte ihn wegen der Vorwürfe einer US-Autorin schuldig gesprochen und dazu verurteilt, ihr eine Entschädigung in Millionenhöhe zu zahlen. Der Republikaner bezeichnete das Urteil als Betrug und Schande für das Land und betonte seine Absicht, 2024 erneut für das Präsidentenamt zu kandidieren. Das Urteil ist für Trump eine weitere juristische Schlappe, die sich negativ auf seine Bewerbung um das höchste Staatsamt auswirken könnte.

Die Autorin E. Jean Carroll hatte Trump beschuldigt, sie in den 1990er Jahren in einem New Yorker Nobelkaufhaus vergewaltigt zu haben. Der heute 79-jährige Trump wies die Anschuldigungen stets zurück. Obwohl die Vorwürfe strafrechtlich verjährt waren, stand der Autorin der zivilrechtliche Rechtsweg offen. Die Jury wertete den Vorfall als sexuellen Missbrauch und verurteilte Trump zu einer Entschädigung von insgesamt fünf Millionen US-Dollar (rund 4,56 Millionen Euro).

Das Urteil könnte sich negativ auf Trumps Chancen bei der Präsidentschaftswahl 2024 auswirken. Obwohl einige Republikaner hinter ihm stehen, äußerten auch Parteikollegen Kritik an dem Urteil. Anfang April wurde Trump als erster ehemaliger US-Präsident in einem anderen Verfahren strafrechtlich angeklagt. Gegen ihn wird wegen einer Reihe möglicher Verbrechen ermittelt.

Bild: „Donald Trump“ by Gage Skidmore is licensed under CC BY-SA 2.0.

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