Symbolbild: "Anti-terrorist operation in eastern Ukraine (War Ukraine)" by Ministry of Defense of Ukraine is licensed under CC BY-SA 2.0. (cropped)Symbolbild: "Anti-terrorist operation in eastern Ukraine (War Ukraine)" by Ministry of Defense of Ukraine is licensed under CC BY-SA 2.0. (cropped)

In der russischen Grenzregion Belgorod nahe der Ukraine haben Bewaffnete für Unruhen gesorgt, die zu einer Massenflucht der Bewohner geführt haben. Offiziellen Angaben zufolge gab es mindestens acht Verletzte, jedoch keine Todesopfer unter den Zivilisten.

Die Lage bleibt weiterhin unklar, während der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, gestern Abend Terroralarm ausgerufen hat. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach seinen Gipfeltreffen in Saudi-Arabien und Japan in sein Heimatland zurückgekehrt. Währenddessen wurde in mehreren Gebieten erneut Luftalarm ausgelöst.

File:Map of Russia – Belgorod Oblast.svg“ by Stasyan117 is licensed under CC BY-SA 4.0. (cropped & edited)

Der Gouverneur äußerte sich besorgt über die angespannte Lage am Abend. Am gestrigen Vormittag geriet die Grenzregion unter Beschuss, wobei die Kleinstadt Graiworon und mindestens zwei Dörfer betroffen waren. Mehrere Bewohner wurden verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Es wird vermutet, dass Gebäude in Mitleidenschaft gezogen wurden, doch weitere Details dazu sollen noch bekannt gegeben werden. Aktuell sind das Militär, der für den Grenzschutz zuständige Inlandsgeheimdienst FSB und die Nationalgarde im Einsatz.

Russland hat vor 15 Monaten seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen und greift regelmäßig Städte und Ortschaften im Nachbarland an. In den letzten Monaten wurden jedoch auch vermehrt russische Grenzregionen von ukrainischer Seite aus beschossen. Zusätzlich kam es zu Explosionen auf Militärbasen.

Als Folge des Vorfalls haben viele Bewohner das Gebiet verlassen. Die Stadt Graiworon, die einst 6000 Einwohner hatte, sowie der angrenzende Landkreis mit über 25.000 Einwohnern sind betroffen. Es ist jedoch unklar, wie viele Bewohner bereits in den vergangenen Monaten aufgrund des Krieges ihre Häuser verlassen haben.

Die Verantwortlichen für den Beschuss sind noch nicht eindeutig identifiziert. Gouverneur Gladkow macht eine Sabotagegruppe des ukrainischen Militärs dafür verantwortlich, während Kiew jegliche Verwicklung bestritten hat. Die Einheiten „Russisches Freiwilligenkorps“ und „Legion Freiheit Russlands“, bestehend aus russischen Staatsbürgern, behaupteten jedoch auf Telegram, dass ihre Kämpfer für den Angriff verantwortlich seien. Sie zeigten angeblich auch erbeutete Militärfahrzeuge. Beide Einheiten kämpfen aufseiten der Ukraine, während die Regierung in Kiew ihre Beteiligung an der Aktion dementiert.

(Mit Material von dpa / Symbolbild: „Anti-terrorist operation in eastern Ukraine (War Ukraine)“ by Ministry of Defense of Ukraine is licensed under CC BY-SA 2.0. (cropped))

Advertisement