Archivbild: "File:2018 Moscow Victory Day Parade 46.jpg" by The Presidential Press and Information Office is licensed under CC BY 4.0.Archivbild: "File:2018 Moscow Victory Day Parade 46.jpg" by The Presidential Press and Information Office is licensed under CC BY 4.0.

Die alljährliche Parade zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland auf dem Roten Platz in Moskau hat am Dienstag Russlands militärische Probleme offenbart. Der Aufmarsch unter den Augen des russischen Präsidenten Vladimir Putin zeigte, dass die russische Armee 15 Monate nach Kriegsbeginn in der Ukraine mit materiellen und strategischen Herausforderungen zu kämpfen hat.

Das britische Verteidigungsministerium berichtet in seinem täglichen Update auf Twitter, dass angeblich über 8.000 Personen an der Parade teilgenommen haben sollen. Die Mehrheit davon seien jedoch Hilfskräfte, paramilitärische Einheiten und Kadetten von militärischen Ausbildungseinrichtungen. Die einzigen Angehörigen von einsatzbereiten Formationen der regulären Streitkräfte seien Kontingente der Eisenbahntruppen und Militärpolizei gewesen.

Lediglich ein historischer T-34 aus einer Zeremonialeinheit war der einzige Panzer auf der Parade. Trotz der schweren Verluste in der Ukraine hätte Russland mehr gepanzerte Fahrzeuge aufbieten können, so das Ministerium. Die Behörden hätten sich jedoch wahrscheinlich aus Angst vor Kritik im Inland zurückgehalten, um nicht den Eindruck zu erwecken, Paraden über Kampfeinsätze zu stellen.

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