"Ramzan Kadyrov (2023-03-13)" by Пресс-служба Президента Российской Федерации is licensed under CC BY 4.0. (cropped)"Ramzan Kadyrov (2023-03-13)" by Пресс-служба Президента Российской Федерации is licensed under CC BY 4.0. (cropped)

Der tschetschenische Führer Ramsan Kadyrow hat der russischen Armee seine Unterstützung in der Ukraine angeboten, falls die Söldnertruppe Wagner abziehen sollte, so die Nachrichtenagentur dpa. Der Chef von Wagner, Jewgeni Prigoschin, hatte mit dem Abzug seiner Männer aus der hart umkämpften ostukrainischen Stadt Bachmut gedroht. Dies geschah im Streit mit Moskau über Munitionsnachschub. Kadyrow bot daraufhin an, seine eigene Truppe namens „Achmat“ nach Bachmut zu schicken.

Kadyrow schrieb auf Telegram, dass seine Kämpfer bereit seien, die Stadt zu erobern, falls Wagner abziehen sollte. «Ja, wenn der ältere Bruder Prigoschin und „Wagner“ gehen sollten, dann verliert der Generalstab eine erfahrene Einheit und an ihre Stelle könnten dann der kleine Bruder Kadyrow und „Achmat“ treten», so Kadyrow am Freitag auf Telegram. Seine Kämpfer seien bereit, voranzugehen und die Stadt zu erobern. «Das ist nur eine Frage von Stunden.»

Prigoschin hatte den Abzug seiner Söldnereinheiten für kommenden Mittwoch angekündigt und als Grund hohe Verluste aufgrund von mangelnder Artillerieunterstützung durch die russischen Streitkräfte genannt.

Russland setzt im Krieg gegen die Ukraine auch Einheiten aus Tschetschenien ein, die formal zur Polizei und Nationalgarde gehören, aber faktisch Kadyrows Kommando folgen.

Das ukrainische Militär sieht zunächst keine Anzeichen für einen baldigen Abzug der Wagner-Söldner aus Bachmut. Ein Vertreter der Militäraufklärung sagte, dass Prigoschin versuche, die Verantwortung auf andere abzuschieben. Die ukrainischen Streitkräfte sehen bei den Russen auch – anders als von Prigoschin dargestellt – keinen Munitionsmangel.

Foto: „Ramzan Kadyrov (2023-03-13)“ by Пресс-служба Президента Российской Федерации is licensed under CC BY 4.0. (cropped)

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